Wie ich zum Geburtstag stehe.
(Da ich jetzt vor ein paar Tagen Geburtstag hatte, kam mir dieses Thema mal wieder ins Gedächtnis
und ich will es mal niederschreiben, bevor es wieder verdrängt wird.)
Schon wieder Geburtstag oder was?
So hätte ich den Titel ja auch nennen können.
Es trifft auch eigentlich gleich drei meiner größten Probleme mit diesem Tag im Kern.
1) Das man mit einem großen Festtagsaufgebot daran erinnert wird, dass wieder ein Jahr um ist.
2) Den Erwartungsdruck, die Sorge, ja bisweilen fast schon Panik der Verwandten, wenn mir nichts als Wunsch einfällt.
3) Der immer entstehende Zwang, mit Freunden etwas machen zu müssen, nur weil man ein Jahr älter geworden ist.
Meine Traumvorstellung von einem Geburtstag:
Ich sitze irgendwo in einer ganz anderen Stadt, oder sogar Land, habe alle Daten abgestellt und sitze in einem Cafe, oder wenn gerade keins zur Hand ist einem Restaurant.
Zur "Feier des Tages" gibt es dann irgend ein ganz tolles Essen und noch einem schönen großen Pott Kaffee hinterher zur Krönung.
Ich kenne keinen, keiner kennt mich und das war es dann.
Am Nachmittag würde ich je nach Wetterlage eine Runde mit dem Rad drehen und abends dann bis Tief in die Nacht eine Serie schauen oder ein Game Zocken.
Aber egal.
Vertagen wir diese Spinnereien auf die fernere Zukunft und sehen uns die Gegenwart an.
Wie es in echt ist:
Ich muss sagen, dass ich mit meinem familiären Umfeld schon Glück habe.
Meine Eltern tragen es mittlerweile mit Fassung und es gibt in diesem Jahr nicht die zehnte Packung Socken aus Anstand, etwas in der Hand haben zu müssen.
Stattdessen wird eine frisch gemachte Mandarinen-Schmand Torte angschnitten und verteilt.
Ich muss zugeben, dass ich dieses Ritual in Zukunft doch vermissen würde, da ich finde, dass nur meine Mutter diesen Kuchen so toll hin bekommt.
Aber das sagt ja jeder von seinen Eltern oder?
Das Wochenende darauf wird mit einem alten Schulkameraden und dessen Freund ein Abend im Kino mit anschließendem Cocktailgenuss im Stammlokal um die Ecke verlebt.
Für mich bleibt dies zwar ohne Alkohol (Mag ich halt nicht), aber die Stimmung ist dennoch gut und
außer der Länge dieses einen "Abends" ist auch nicht viel anders als bei unseren fast wöchentlichen Treffen bei einem zum Film schauen.
Das vermittelt zumindest mir souveränität und das gute Gefühl, nicht einer gigantösen Erwartungshaltung gerecht werden zu müssen, wo an Ende eine mittelmäßige Enttäuschung blüht.
Mein ganz persönliches Fazit daraus:
Ich trage diese Gedanken ja nicht erst seit gestern mit mir rum und so habe ich inzwischen das Gefühl der subjektiven Wahrnehmung, dass es noch viele andere Menschen da draußen gibt, denen ich dabei aus der Seele spreche, wenn ich sage, dass man um den Geburtstag oder andere Große Feiertage nicht so einen Zinnober machen soll.
Denn von außen betrachtet sieht es manchmal so aus, als wolle jemand aus Anstand nichts sagen, in der Angst, sein Gegenüber oder die Familie zu verletzen.
Bestimmt gibt es genug Leute, die solche Tage mit Freude zelebrieren, nur für mich ist es nun mal nicht so.
Stephans Studentenchaos
Dienstag, 6. März 2018
Donnerstag, 18. Januar 2018
Die wohl besten 10 Spartipps fürs Studium.
Wir Studenten kennen das Problem:
Man hat Wahlweise Bafög, Stipendium oder andere Einkünfte. Oder sogar keine und muss dann vom Konto auf Pump leben?
In Jedem Fall muss man in der Regel mit wenig Geld auskommen.
Daher habe ich mal meine 10 effektivsten Spartipps meiner bisherigen Studentenlaufbahn hier zusammengetragen.
Meine Besten Tipps:
1. Bei Muttern wohnen:
Zugegeben, wenn man weiter weg studiert, sollte man sich eine Wohnung suchen, aber bei Entfernungen unter 1 Std. Fahrzeit hin sollte man zunächst im elterlichen Haus bleiben.
Denn eine Wohnung zu finden ist nicht nur schwer, sondern auch nicht ganz billig.
Und selbst das Wohnheim hätte in meinem Fall 350€ im Monat gekostet.
Wer ausziehen möchte, bitte, den halte ich nicht auf, aber hier rechnen wir minimalistisch.
2. Das Semesterticket nutzen:
Es ist zumindest in NRW so, dass man, wenn man den Semesterbeitrag zahlt, ein kostenloses Ticket für Bus und Bahn bekommt.
Und das ist definitiv günstiger als täglich mit dem Auto zu fahren.
Zugegeben, wenn es regnet oder Winter ist, nehme ich das Auto. (Bin da halt eine Mimi, stehe aber dazu)
Nur Auto würde bei mir rd. 100€ den Monat kosten.
Hier ist auch jedem überlassen, wie er hinkommt.
3. Eigenes Essen mitbringen:
So günstig und Komfortabel das Mensa Essen auch ist, aber selbst 3€ am Tag summieren sich schnell hoch.
Überlegen wir mal: 3€ am Tag macht 15€ die Woche, macht 60€ den Monat, macht 720€ im Jahr.
Gekauft und gekocht kommt man so bei 1,50 oder weniger am Tag raus.
Auch das muss jeder selbst entscheiden
4. Wenn möglich Handy Flat aufgeben:
So schön das Datenvolumen des Handys ist, aber viele Hochschulen bieten Gratis W-lan an.
Die günstigste Flat kostet 10€. Wieder ein Posten zum einsparen.
Auch hier gilt: entscheidet selbst, was wichtiger ist.
5. Jeden Tag Einkaufen:
Hört sich falsch an, aber wer jeden Tag wenig kauft, gibt insgesamt weniger aus, als wenn er auf Vorrat kauft und nebenbei wirft man automatisch weniger weg.
Das sollte man schon deshalb tun, um weniger wegwerfen zu müssen.
Klar kann man Getränke auch seltener holen, aber für Lebensmittel ist es so besser.
6. Einkaufsliste:
Sie schützt vor ungeplanten Spontankäufen.
7. Wasser sparen:
Egal, ob eigene Bude oder Elternhaus, Wasser sparen ist immer gut.
Besonders im Bad geht das gut. Beim Rasieren Wasser in einen Becher füllen und den Rasierer dort zwischendurch auswaschen. Beim Duschen zwischendurch Wasser ausmachen.
8. Die Heizung runter drehen:
Klar soll man nicht Frieren, aber wie in der finnischen Sauna eben auch nicht.
So um 20 Grad ist in der Regel optimal zum Wohnen.
Ist man nicht da, kann man auf 16 Runter drehen, aber nicht ganz aus, weil man dann insgesamt mehr zum aufheizen braucht, als zum Warm halten.
9. Immer nur so viel Geld holen, wie man im Monat bekommt:
Zugegeben, wer so auskommen muss, sollte sich einen festen Betrag zB. 230€ setzen.
Aber alle mit regelmäßigem Einkommen sollten sich am ersten des Monats genau das holen, was sie bekommen und in eine Haushaltskasse tun.
So kommt man nicht in die Verlegenheit, mehr auszugeben, als man bekommt.
Natürlich sollte dann auf Kartenzahlung verzichtet werden.
(Aber das hält an der Kasse doch eh nur jeden auf und stört alle anderen tierisch)
10. Kleingeld in eine undurchsichtige Dose tun
Als Psychologische Sparmethode hilft das ungemein.
Einfach alles Kleingeld, was man bekommt, sofort wegstecken.
Man sollte das Kleingeld unbedingt in eine UNDURCHSICHTIGE Dose tun, damit einerseits die Überraschung über das gesparte größer ist, aber auch, damit man nicht denkt: "Ach da ist genug drin, den Rest versauf ich" oder so.
Man ist erstaunt, wie viel das doch ist.
Wir Studenten kennen das Problem:
Man hat Wahlweise Bafög, Stipendium oder andere Einkünfte. Oder sogar keine und muss dann vom Konto auf Pump leben?
In Jedem Fall muss man in der Regel mit wenig Geld auskommen.
Daher habe ich mal meine 10 effektivsten Spartipps meiner bisherigen Studentenlaufbahn hier zusammengetragen.
Meine Besten Tipps:
1. Bei Muttern wohnen:
Zugegeben, wenn man weiter weg studiert, sollte man sich eine Wohnung suchen, aber bei Entfernungen unter 1 Std. Fahrzeit hin sollte man zunächst im elterlichen Haus bleiben.
Denn eine Wohnung zu finden ist nicht nur schwer, sondern auch nicht ganz billig.
Und selbst das Wohnheim hätte in meinem Fall 350€ im Monat gekostet.
Wer ausziehen möchte, bitte, den halte ich nicht auf, aber hier rechnen wir minimalistisch.
2. Das Semesterticket nutzen:
Es ist zumindest in NRW so, dass man, wenn man den Semesterbeitrag zahlt, ein kostenloses Ticket für Bus und Bahn bekommt.
Und das ist definitiv günstiger als täglich mit dem Auto zu fahren.
Zugegeben, wenn es regnet oder Winter ist, nehme ich das Auto. (Bin da halt eine Mimi, stehe aber dazu)
Nur Auto würde bei mir rd. 100€ den Monat kosten.
Hier ist auch jedem überlassen, wie er hinkommt.
3. Eigenes Essen mitbringen:
So günstig und Komfortabel das Mensa Essen auch ist, aber selbst 3€ am Tag summieren sich schnell hoch.
Überlegen wir mal: 3€ am Tag macht 15€ die Woche, macht 60€ den Monat, macht 720€ im Jahr.
Gekauft und gekocht kommt man so bei 1,50 oder weniger am Tag raus.
Auch das muss jeder selbst entscheiden
4. Wenn möglich Handy Flat aufgeben:
So schön das Datenvolumen des Handys ist, aber viele Hochschulen bieten Gratis W-lan an.
Die günstigste Flat kostet 10€. Wieder ein Posten zum einsparen.
Auch hier gilt: entscheidet selbst, was wichtiger ist.
5. Jeden Tag Einkaufen:
Hört sich falsch an, aber wer jeden Tag wenig kauft, gibt insgesamt weniger aus, als wenn er auf Vorrat kauft und nebenbei wirft man automatisch weniger weg.
Das sollte man schon deshalb tun, um weniger wegwerfen zu müssen.
Klar kann man Getränke auch seltener holen, aber für Lebensmittel ist es so besser.
6. Einkaufsliste:
Sie schützt vor ungeplanten Spontankäufen.
7. Wasser sparen:
Egal, ob eigene Bude oder Elternhaus, Wasser sparen ist immer gut.
Besonders im Bad geht das gut. Beim Rasieren Wasser in einen Becher füllen und den Rasierer dort zwischendurch auswaschen. Beim Duschen zwischendurch Wasser ausmachen.
8. Die Heizung runter drehen:
Klar soll man nicht Frieren, aber wie in der finnischen Sauna eben auch nicht.
So um 20 Grad ist in der Regel optimal zum Wohnen.
Ist man nicht da, kann man auf 16 Runter drehen, aber nicht ganz aus, weil man dann insgesamt mehr zum aufheizen braucht, als zum Warm halten.
9. Immer nur so viel Geld holen, wie man im Monat bekommt:
Zugegeben, wer so auskommen muss, sollte sich einen festen Betrag zB. 230€ setzen.
Aber alle mit regelmäßigem Einkommen sollten sich am ersten des Monats genau das holen, was sie bekommen und in eine Haushaltskasse tun.
So kommt man nicht in die Verlegenheit, mehr auszugeben, als man bekommt.
Natürlich sollte dann auf Kartenzahlung verzichtet werden.
(Aber das hält an der Kasse doch eh nur jeden auf und stört alle anderen tierisch)
10. Kleingeld in eine undurchsichtige Dose tun
Als Psychologische Sparmethode hilft das ungemein.
Einfach alles Kleingeld, was man bekommt, sofort wegstecken.
Man sollte das Kleingeld unbedingt in eine UNDURCHSICHTIGE Dose tun, damit einerseits die Überraschung über das gesparte größer ist, aber auch, damit man nicht denkt: "Ach da ist genug drin, den Rest versauf ich" oder so.
Man ist erstaunt, wie viel das doch ist.
Montag, 25. September 2017
Warum man eigentlich gar nicht verreisen sollte und was man davon hat.
Gerade gehen die Semesterferien zu Ende und bald wird sich an der Uni wieder über die verrücktesten Urlaube unterhalten.
Aber ich bin dieses Jahr gar nicht weg gefahren!
Oh Gott! jetzt bin ich der totale Außenseiter!
Jetzt kann ich nicht mit reden!
Oder war ich einfach nur schlau?
Um gleich mit Missverständnissen aufzuräumen:
Ich bin 100% davon überzeugt, versuche hier nicht, mir selbst einzureden, es sei toll, wie es ist, obwohl ich eigentlich unzufrieden wäre.
Nein! Das ist alles ehrlich und nichts geschönt.
Bin Ich Blöd und fahre in den Urlaub?
fragte bereits Falko Löffler in seinem Buch über das zu hause bleiben.
Nun halte man sich einmal vor Augen, warum die meisten Leute in ferne Länder reisen.
-Entspannung
-Leute kennen lernen
-Bildung
-Erzählen können (bei Kollegen angeben)
- oder einfach als Statussymbol
So und nun zu meinen Ausführungen:
Entspannung: Wenn ich mal neben dem Studium oder in den Ferien Entspannung haben will, gehe ich entweder wandern, fahre mit dem Rad oder tue einfach etwas, was nichts mit dem normalen Alltag zu tun hat.
Denn schließlich ist Urlaub ja nichts anderes, als dafür zu bezahlen, um Alltag leben, nur an anderen, fremden Orten
Und warum sollte man für etwas bezahlen, was man zu hause völlig kostenlos 365 Tage im Jahr erlebt?
Denn die Action, die man aus Reiseberichten kennt, ist dort entweder nur am Wochenende oder nur zur Saison vor Ort.
Leute kennen lernen: Kann ich auch einfach wenn ich in der Uni bin oder an VHS Kursen teilnehme oder oder oder.
Sicher trifft man im Urlaub auch auf andere nette Leute, aber nach 1 oder 2 Wochen Urlaub fährt man wieder nach hause und verliert sich eh wieder.
Bildung: Was lernt man denn auf Reisen, was man nicht eh schon weiß bzw. auch gut anderweitig lernen kann?
Sprachen zB. lernt man nicht in 2 Wochen und alles andere ist nur das Suchen nach Gründen.
Und das Zu Hause was erzählen können, heißt auf Deutsch: In der Firma auf die Kacke hauen können und wieder alle anderen mit seinen wilden Erlebnissen beschämen können.
Die Vorzüge des daheim bleibens:
Es ist keinesfalls ein Frevel, nicht weg zu fahren, man muss nur einmal die Vorzüge zu schätzen wissen.
Sich den Reisestress sparen:
Ich habe ja eingangs gesagt, dass sich über die Reisen ausgetauscht wird.
Aber es wird sich auch immer über verschiedene Dinge beschwert.
Ein paar Originalstimmen dazu:
"Das Hotel war total überfüllt und erst der Strand! Nicht auszuhalten.
Nächstes Jahr fahre ich da aber nicht mehr hin." (Ein Spanienurlaub)
"Also dafür, dass ich so viel zahle, kann ich doch wenigstens erwarten, dass das Frühstücksbuffet jeden Tag neu gemacht wird!" (Italien)
"Da hat man uns überhaupt nicht informiert. Eine Riesenbaustelle direkt neben dem Hotel und eine Entschädigung will auch keiner Zahlen". (Mallorca nicht Ballermann sondern besser)
"Der Flug war eine Katastrophe! Fpnf Stunden Wartezeit, dann nach dem Einsteigen noch mal eine Stunde auf dem Rollfeld und dann ging es erst los." (Thailand Urlaub)
Mehr Zeit für schöne Dinge:
Hört sich absurd an, aber wenn man sich vor Augen führt, dass bei zB. 2 Wochen Amerika Reise, ganze 2-3 Tage nur für die Flüge und noch mal +- 2 Tage für das im Land herumtingeln verbraucht werden, macht das bis zu 5 Tagen reiner Fahrt und Reisezeit.
Und in der Zeit kann man doch auch einfach mal die Beine hoch legen und Lesen oder einfach mal nichts tun.
Denn nur, dass man sich Urlaub nimmt, ist ja keine Verpflichtung, immer was machen zu müssen.
Sich wirklich entspannen:
Aber tue ich das nicht schon auf Reisen? Nein!
Wenn ich wirklich Entspannung und Ruhe, ja sogar Spaß haben möchte, setze ich mich aufs Rad, ziehe die Laufschuhe an oder gehe einfach mal zu Fuß eine lange Runde.
Und lang heißt nicht 30 Minuten oder 1 Stunde.
Nein! Wenn ich sage lang, dann heißt das, dass ich das Handy für mindestens 6-8 Stunden auf Aus stelle und dann wirklich morgens losgehe/fahre und dann entweder die Stadt oder die Umgebung erkunde.
Und man entdeckt selbst in einer Kleinstadt mit 50.000 Einwohnern nach 20 Jahren noch neue Ecken, die man vorher nicht gesehen hat.
Und nach so einen Tag bin ich weit mehr entspannt und erholt, als nach einer Woche "All in Urlaub" an irgend einem Hotelpool.
Mit dem Gesparten Geld etwas unvernünftiges anstellen:
Da war doch (für Männer) der teure Bohrhammer, der edle Rotwein oder der große Fernseher, die da schon lange im Kopf herumgeistern.
Oder (für die Frau) die schöne neuen Handtasche oder das Paar Schuhe. Oder die neue Küchenmaschine?
Dann gönnt euch einfach mal was. Was ist völlig egal, aber immerhin hat man ja im Schnitt 2000€ an Reisekosten gespart.
Und da sollte doch auch mal etwas drin sein.
Sein Heim verschönern:
Wenn man schon nicht weg fährt, kann man sich seine Umgebung doch so richtig schön machen.
Für das nächste Semester vorbereiten:
Klingt zwar nahe liegend und ist eher was fürs Studium, aber es wird leider zu oft vergessen.
Dank des Bachelor Master Systems muss viel mehr in kürzerer Zeit gelernt werden.
Daher habe ich es mittlerweile ( im 5 Semester leider etwas spät) angewöhnt, mich bereits vor den Ferien für die Kurse des Folgesemesters freischalten zu lassen.
In den Ferien setze ich mich dann hinten in den garten wenn Sommer ist und es warm genug ist, sonst auch gerne da wo es mir gefällt, nehme mir einen Kaffee oder zwei und lese mir dann gemütlich ohne Hektik oder Stress die Vorlesungen durch und schreibe mir dann Verständnisfragen oder andere Unklarheiten auf.
Denn so verringere ich die Überflutung mit unbekanntem Stoff und kann mich mehr auf die Probleme und Schwierigkeiten konzentrieren.
Einfach mal nichts tun:
Wenn ich die oben genannten Dinge gerade einmal nicht mache, lege ich mich aufs Sofa, stelle Musik an und denke über alles mögliche nach.
Oder aber ich spiele einfach mal für mehrere Stunden Videospiele (als Single muss ich niemandem Rechenschaft ablegen).
Unglaublich, aber man gewöhnt sich so sehr an das permanente bearbeiten von Aufgaben oder Arbeit allgemein, dass man das Abschalten erst wieder lernen muss.
Seit dem ich das etabliert habe, geht es mir besser. Damals hatte ich 10 Ideen in der Minute, aber so kann ich das auf das Wesentliche und wirklich wichtige zusammensparen.
Warum schreibe ich denn jetzt darüber (Fazit)?
Weil das Reisen so kommerzialisiert wird und man ständig in der Werbung vorgehalten bekommt, dass man unbedingt alles erleben und sehen muss, um wirklich glücklich zu sein.
Und ich finde einfach, dass man gerade dann einen höheren Freizeitwert genießt, wenn man mal einfach daheim bleibt und nicht weg fährt.
Sei es aus Geldmangel oder Überzeugung.
Und es gibt in DE so viele schöne Orte, dass man locker 20 Jahre jedes Jahr eine andere Stadt oder Insel besuchen kann, und man hat nichts doppelt gesehen.
Und es ist wesentlich preiswerter, weil man selbst anreisen kann.
Gerade gehen die Semesterferien zu Ende und bald wird sich an der Uni wieder über die verrücktesten Urlaube unterhalten.
Aber ich bin dieses Jahr gar nicht weg gefahren!
Oh Gott! jetzt bin ich der totale Außenseiter!
Jetzt kann ich nicht mit reden!
Oder war ich einfach nur schlau?
Um gleich mit Missverständnissen aufzuräumen:
Ich bin 100% davon überzeugt, versuche hier nicht, mir selbst einzureden, es sei toll, wie es ist, obwohl ich eigentlich unzufrieden wäre.
Nein! Das ist alles ehrlich und nichts geschönt.
Bin Ich Blöd und fahre in den Urlaub?
fragte bereits Falko Löffler in seinem Buch über das zu hause bleiben.
Nun halte man sich einmal vor Augen, warum die meisten Leute in ferne Länder reisen.
-Entspannung
-Leute kennen lernen
-Bildung
-Erzählen können (bei Kollegen angeben)
- oder einfach als Statussymbol
So und nun zu meinen Ausführungen:
Entspannung: Wenn ich mal neben dem Studium oder in den Ferien Entspannung haben will, gehe ich entweder wandern, fahre mit dem Rad oder tue einfach etwas, was nichts mit dem normalen Alltag zu tun hat.
Denn schließlich ist Urlaub ja nichts anderes, als dafür zu bezahlen, um Alltag leben, nur an anderen, fremden Orten
Und warum sollte man für etwas bezahlen, was man zu hause völlig kostenlos 365 Tage im Jahr erlebt?
Denn die Action, die man aus Reiseberichten kennt, ist dort entweder nur am Wochenende oder nur zur Saison vor Ort.
Leute kennen lernen: Kann ich auch einfach wenn ich in der Uni bin oder an VHS Kursen teilnehme oder oder oder.
Sicher trifft man im Urlaub auch auf andere nette Leute, aber nach 1 oder 2 Wochen Urlaub fährt man wieder nach hause und verliert sich eh wieder.
Bildung: Was lernt man denn auf Reisen, was man nicht eh schon weiß bzw. auch gut anderweitig lernen kann?
Sprachen zB. lernt man nicht in 2 Wochen und alles andere ist nur das Suchen nach Gründen.
Und das Zu Hause was erzählen können, heißt auf Deutsch: In der Firma auf die Kacke hauen können und wieder alle anderen mit seinen wilden Erlebnissen beschämen können.
Die Vorzüge des daheim bleibens:
Es ist keinesfalls ein Frevel, nicht weg zu fahren, man muss nur einmal die Vorzüge zu schätzen wissen.
Sich den Reisestress sparen:
Ich habe ja eingangs gesagt, dass sich über die Reisen ausgetauscht wird.
Aber es wird sich auch immer über verschiedene Dinge beschwert.
Und ich bin auch der Meinung, dass man sich das Geld sparen kann, wenn es dank Billigfliegen und anderer Umstände nur noch zu Problemen kommt.
"Das Hotel war total überfüllt und erst der Strand! Nicht auszuhalten.
Nächstes Jahr fahre ich da aber nicht mehr hin." (Ein Spanienurlaub)
"Also dafür, dass ich so viel zahle, kann ich doch wenigstens erwarten, dass das Frühstücksbuffet jeden Tag neu gemacht wird!" (Italien)
"Da hat man uns überhaupt nicht informiert. Eine Riesenbaustelle direkt neben dem Hotel und eine Entschädigung will auch keiner Zahlen". (Mallorca nicht Ballermann sondern besser)
"Der Flug war eine Katastrophe! Fpnf Stunden Wartezeit, dann nach dem Einsteigen noch mal eine Stunde auf dem Rollfeld und dann ging es erst los." (Thailand Urlaub)
Hört sich absurd an, aber wenn man sich vor Augen führt, dass bei zB. 2 Wochen Amerika Reise, ganze 2-3 Tage nur für die Flüge und noch mal +- 2 Tage für das im Land herumtingeln verbraucht werden, macht das bis zu 5 Tagen reiner Fahrt und Reisezeit.
Und in der Zeit kann man doch auch einfach mal die Beine hoch legen und Lesen oder einfach mal nichts tun.
Denn nur, dass man sich Urlaub nimmt, ist ja keine Verpflichtung, immer was machen zu müssen.
Sich wirklich entspannen:
Aber tue ich das nicht schon auf Reisen? Nein!
Wenn ich wirklich Entspannung und Ruhe, ja sogar Spaß haben möchte, setze ich mich aufs Rad, ziehe die Laufschuhe an oder gehe einfach mal zu Fuß eine lange Runde.
Und lang heißt nicht 30 Minuten oder 1 Stunde.
Nein! Wenn ich sage lang, dann heißt das, dass ich das Handy für mindestens 6-8 Stunden auf Aus stelle und dann wirklich morgens losgehe/fahre und dann entweder die Stadt oder die Umgebung erkunde.
Und man entdeckt selbst in einer Kleinstadt mit 50.000 Einwohnern nach 20 Jahren noch neue Ecken, die man vorher nicht gesehen hat.
Und nach so einen Tag bin ich weit mehr entspannt und erholt, als nach einer Woche "All in Urlaub" an irgend einem Hotelpool.
Mit dem Gesparten Geld etwas unvernünftiges anstellen:
Da war doch (für Männer) der teure Bohrhammer, der edle Rotwein oder der große Fernseher, die da schon lange im Kopf herumgeistern.
Oder (für die Frau) die schöne neuen Handtasche oder das Paar Schuhe. Oder die neue Küchenmaschine?
Dann gönnt euch einfach mal was. Was ist völlig egal, aber immerhin hat man ja im Schnitt 2000€ an Reisekosten gespart.
Und da sollte doch auch mal etwas drin sein.
Sein Heim verschönern:
Wenn man schon nicht weg fährt, kann man sich seine Umgebung doch so richtig schön machen.
Für das nächste Semester vorbereiten:
Klingt zwar nahe liegend und ist eher was fürs Studium, aber es wird leider zu oft vergessen.
Dank des Bachelor Master Systems muss viel mehr in kürzerer Zeit gelernt werden.
Daher habe ich es mittlerweile ( im 5 Semester leider etwas spät) angewöhnt, mich bereits vor den Ferien für die Kurse des Folgesemesters freischalten zu lassen.
In den Ferien setze ich mich dann hinten in den garten wenn Sommer ist und es warm genug ist, sonst auch gerne da wo es mir gefällt, nehme mir einen Kaffee oder zwei und lese mir dann gemütlich ohne Hektik oder Stress die Vorlesungen durch und schreibe mir dann Verständnisfragen oder andere Unklarheiten auf.
Denn so verringere ich die Überflutung mit unbekanntem Stoff und kann mich mehr auf die Probleme und Schwierigkeiten konzentrieren.
Einfach mal nichts tun:
Wenn ich die oben genannten Dinge gerade einmal nicht mache, lege ich mich aufs Sofa, stelle Musik an und denke über alles mögliche nach.
Oder aber ich spiele einfach mal für mehrere Stunden Videospiele (als Single muss ich niemandem Rechenschaft ablegen).
Unglaublich, aber man gewöhnt sich so sehr an das permanente bearbeiten von Aufgaben oder Arbeit allgemein, dass man das Abschalten erst wieder lernen muss.
Seit dem ich das etabliert habe, geht es mir besser. Damals hatte ich 10 Ideen in der Minute, aber so kann ich das auf das Wesentliche und wirklich wichtige zusammensparen.
Warum schreibe ich denn jetzt darüber (Fazit)?
Weil das Reisen so kommerzialisiert wird und man ständig in der Werbung vorgehalten bekommt, dass man unbedingt alles erleben und sehen muss, um wirklich glücklich zu sein.
Und ich finde einfach, dass man gerade dann einen höheren Freizeitwert genießt, wenn man mal einfach daheim bleibt und nicht weg fährt.
Sei es aus Geldmangel oder Überzeugung.
Und es gibt in DE so viele schöne Orte, dass man locker 20 Jahre jedes Jahr eine andere Stadt oder Insel besuchen kann, und man hat nichts doppelt gesehen.
Und es ist wesentlich preiswerter, weil man selbst anreisen kann.
Donnerstag, 24. August 2017
http://stephans-studentenchaos.blogspot.de/2017/08/die-fehler-die-ich-als-erstsemester.html
Arbeitstechniken und Selbstmanagement im Studium
Wie im letzten Artikel versprochen, gibt es nun von mir ein paar Arbeitstechniken und Methoden zum Lernen an die Hand.
Ich hatte das große Glück, dass ich an einer Hochschule gelandet bin, an der gerade diese Meta Kompetenzen im ersten Semester fest im Lehrplan stehen.
An diesem Wissensschatz will ich dich natürlich teilhaben lassen
Grundsätze der Methoden und Techniken.
Fast alles im Leben folgt einem Credo oder Grundsätzen.
So ist es auch hier.
Die beiden Leitsätze, die ich am treffendsten fand, als ich sie hörte, sind zweifelsfrei:
Effektivität = Die richtigen Dinge tun.
Effizienz = Die Dinge richtig tun.
Der Unterschied ist zwar sehr fein, aber die Formulierung impliziert, dass man beide Leitsätze beherzigen sollte, wenn man seine Zeitplanung erstellt.
Zum besseren Verständnis mache ich das mal an zwei Beispielen fest.
Effektivität: Wenn es brennt, dann wirst du ja nicht erst mit anderen darüber diskutieren, was gemacht wird, oder wie gelöscht wird.
Du greifst entweder selber zum Löscher oder rufst die Feuerwehr.
Effizienz: Zum Löschen eines Brandes könntest du natürlich Schaumwein benutzen, wirst dich aber wohl schon rein aus finanzieller Sicht für Wasser entscheiden.
Die 8 Dinge, für die man sich Zeit nehmen sollte.
Es gibt im Wesentlichen 8 große Bereiche im Leben, die Zeit in Anspruch nehmen, die du aber niemals verteufeln solltest, wenn du glücklich und erfüllt studieren und leben möchtest.
1. Arbeiten Der Preis für ein erfolgreiches Studium
2. Nachdenken Die Quelle der Kraft
3. Spielen Das Geheimnis jung zu bleiben
4. Lesen Das Fundament des Wissens
5. Lachen Die Quelle des Glücks und der Freude
6. Die Liebe Sakrament des Lebens
7. Träumen Zieht die Seele zu den Sternen hinauf
8. Und zum Planen Damit genug Zeit für die anderen Dinge bleibt!
Amerikanische Präsidenten lernen zu priorisieren.
Schon Dwight D. Eisenhower wusste, wie man sich seine Aufgaben einteilt und welche man getrost entfallen lassen kann.
Mir persönlich gefällt dieses System am besten, da es so simpel aufgebaut ist.
Und so hat er priorisiert:
A= wichtig und dringend muss am besten als erstes erledigt werden.
B= wichtig, eilt aber nicht, das sind Aufgaben, wo es einen Endtermin gibt und bis zu diesem noch längere Zeit zum Erledigen bleibt.
C= dringend aber unwichtig kann im Prinzip alles vom Hausputz bis zur Freizeitaktivität sein, was nicht für den Erfolg entscheidend ist.
D= Unwichtig und nicht dringend, kann man getrost hinten runterfallen lassen.
Mein Lernplan aus dem ersten Semester.
Ein paar konkrete Beispiele, wie ich es gemacht habe, gebe ich dir als Anstoß mit an die Hand.
Bei dir kann es zu Abweichungen kommen, aber im Kern sieht es immer so aus.
Morgens ist der Tag meistens von 8:00 Uhr bis 17:00 durch Vorlesungen geblockt, es sei denn, es ist Wochenende. Das ist ein Fixer Slot, der nicht verschiebbar ist.
Aber dann fange ich mit der Priorisierung an.
Vorlesungsinhalte anhand von Skripten nacharbeiten und in einer für mich "bekömmlichen" Form
Aufbereiten ist ganz klar eine Aufgabe A, der ich nach einer Viertelstunde Runterkommen mindestens 2-3 Stunden Zeit einräume. Wenn ich eher fertig bin, jogge ich kurz, um meinen Kopf frei zu machen. Sonst nicht.
Lernen von bestehendem Stoff, den ich nicht verstanden habe, ist dem Aufgabenfeld B zugeordnet, da ich es können muss, aber bis es zur Prüfung noch X Wochen sind.
So etwas setze ich gerne ans Wochenende, da ich dort 2 volle Tage Zeit habe.
Bei Hausaufgaben und Referaten halte ich es ähnlich.
Je nach Zeit bis zur Abgabe, wird es aber mit fortschreitender Zeit zunehmend zur A Aufgabe.
Unter Kategorie C fallen bei mir Dinge des Haushaltes wie etwa das Einkaufen, wenn ich sehe, dass nur noch eine Tüte Milch da ist oder andere Dinge knapp werden.
Weil C Aufgaben kann man notfalls auch an andere abgeben, es sei denn, man wohnt alleine, dann natürlich nicht. Im Zweifelsfall kann man aber am nächsten Tag einkaufen oder zum Kiosk gehen, wenn man bis 20:00 Uhr keine Zeit gefunden hat.
Das sind eben Aufgaben, die drängen, aber nicht für mich persönlich relevant sind.
Und unter D fällt alles aus dem Haushalt, was ich, meine Eltern oder Oma von mir wollen.
Das reicht vom Wäsche machen über das Zimmer putzen oder die Gartenarbeit bis zum Müll raustragen.
Denn diese Aufgaben kann man, wenn es mal zeitlich brennt auch entfallen lassen.
Den Liebsten zu liebe sollte es aber dann doch am Wochenende erledigt werden, wenn möglich.
„Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben. Es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.“
Das habe ich selber auch erlebt, nachdem mein Zeitplan stand.
Ich habe immer gedacht, Studenten, die immer unterwegs sind, kochen, Sport und Hobby machen und trotzdem Super Leistungen bringen, seine die total hochbegabten.
Das stimmt.
Sie sind hochbegabt im Pläne machen.
Nehmen wir uns noch einmal die 24 Stunden aus meinem Artikel ( http://stephans-studentenchaos.blogspot.de/2017/08/die-fehler-die-ich-als-erstsemester.html ) mit den 7 großen Fehlern für Erstsemester zur Brust.
Meinen groben Plan erstelle ich am Sonntagmorgen, wenn die Family noch schläft. Die stehen halt erst so ab 10:00 auf. Das mache ich an den unterschiedlichsten Orten.
Im Sommer hinten im Garten unterm Baum, am Schreibtisch, oder wenn ich mir mal ein Schaumbad einlasse, nehmen ich meinen laminierten Stundenplan dort mit hin und teile ihn mir dort mit Folienstift ein.
Ich habe mir wirklich 24 Spalten pro Tag erstellt, weil ich so wirklich die 24 Stunden sehe, die der Tag hat.
Und so geht es los:
Die 8 Stunden Schlaf stehen Fest.
Die 8 Stunden Uni jeden Tag auch.
Also planen wir unsere anderen Aktivitäten dort drum herum.
Ich stehe zum Beispiel immer um 07:00 auf, egal ob Ferien oder nicht.
Und egal, wann die Uni beginnt.
So habe ich also je nach Tagesplan bis zu 1 Stunde Zeit.
In dieser Zeit gehe ich dann Dingen nach, die unregelmäßig anfallen.
Zum Lernen oder an Projekten arbeiten ist mir das zu wenig.
Also putze ich oder räume auf. Manchmal jogge ich morgens auch, wenn das Wetter passt und ich das erstgenannte nicht tue.
In der Uni lege ich dann in der großen Pause meine Zeitslots für den jeweiligen Nachmittag fest und Stufe die Skripte nach ihrer Schwierigkeit ein.
Zuhause arbeite ich dann erst meine Unterlagen auf, lerne dabei schon einiges, was mir vielleicht unklar geblieben ist und lege mir das davon nicht verstandene zur Seite.
Das wird dann Abends noch mal genommen und konkret recherchiert oder es wird ein Termin mit der Lerngruppe für einen Tag ausgemacht, wo alle ihre Fragen stellen und diese gelöst werden.
Und es spart unwahrscheinlich viel Zeit, so einen Plan so weit im Voraus wie möglich zu machen.
Man verbraucht sonst mal 20 Minuten hier, ne Viertelstunde da, ein paar Minuten dort und schon hat man täglich 3 Stunden verbraten, ohne dort etwas sinnvolles getan zu haben, aber man ist gestresster, als wenn man kontinuierlich durgeplant und danach gearbeitet hat.
Ohne Selbstdisziplin kann man es gleich lassen.
Da fällt mir spontan eine Lustige Geschichte aus einem Kinderbuch von früher ein.
"Heute muss ich dringend das Auto waschen, auf der Suche nach dem Schlüssel sehe ich die Saftflasche, nehme einen Schluck, will sie in den Kühlschrank stellen, sehe die Zeitung, lese einen Artikel, lege sie zum Altpapier.
Dieses ist voll, also bringe ich es in den Keller in die Papiertonne, auf der Treppe sehe ich Staubflusen in den Ecken, also hole ich den Staubsauger, mache sie weg, stelle dabei fest, dass der Beutel voll ist, fahre in den Supermarkt um neue zu holen und als ich zu hause ankomme frage ich mich: " Was wolltest du denn heute früh vor 4 Stunden noch machen?" ."
Du siehst: Es ist zwingend nötig, sich selber zu sagen, dass man jetzt für X Stunden konzentriert lernt und nichts anderes an sich heran lässt.
Wie geht das denn jetzt bitte?
Wenn du das Glück hast, in einer eigenen Wohnung zu sein, hast du es weit einfacher als ich und brauchst den folgenden Abschnitt nicht zwingend zu lesen.
Da ich aber mitbekommen habe, dass viele Studenten mittlerweile pendeln und wegen finanzieller Situation nicht ausziehen können oder wollen, gehe ich auf das Thema "wohnen bei Mutti" ein und lasse das alleine wohnen weg, denn dazu gibt es schon reichlich andere Blogbeiträge bei anderen Bloggern.
Ach so vielleicht noch vorab:
Ich verteufle das Hotel Mama keines Falls, solange die Chemie stimmt und es Regeln gibt.
Es ist inzwischen auch weitestgehend gesellschaftlich etabliert, länger daheim zu leben als früher.
Es mag sein, das manch einer fordert, man soll ausziehen, auf eigenen Beinen stehen und so weiter.
Gott, hängt mir das zum Halse raus!
Wenn mir heute Leute mit solchen Kommentaren kommen, dann frage ich diese einfach:
" Wie willst du dir mit 230€ Waisenrente im Monat und ohne Eltern, die halbwegs reich sind eine eigene Wohnung leisten, während du Fulltime am Studieren bist und kein Nebenjob denkbar wäre?"
Dann sind sie in der Regel komischerweise still und halten die Schnüs.
Unter "widrigen Umständen" Lernen.
Um wieder zum Thema zu kommen, gebe ich dir meine 5 Angewohnheiten mit, mit denen es auch bei den Eltern klappt.
- 1. Nein sagen
Es ist so banal und doch so schwer.
Wenn deine Eltern wollen, dass du XY für sie im Haushalt tust, sage einfach mal nein.
Klar tust du auch mal was für sie, aber das eben in deiner Pause oder am Ende.
Sag ihnen, dass das Studium vorgeht und du zu bestimmten Zeiten nicht abrufbar bist.
- 2. Dein Zimmer als Home Office betrachten.
Wenn du deinen Eltern Tipp 1 beigebracht hast, mache dein Zimmer zum Home Office mit Sprechzeitentabelle und allem, was dazu gehört.
Ich erlebe es noch heute nach fast einem Jahr, dass meine Eltern an die Tür kommen, einmal klopfen und ich dann so ganz leise höre: "Ach stimmt er lernt ja gerade."
Die Macht der Gewohnheit halt.
- 3. Ein Extra Benutzerkonto auf dem Rechner anlegen.
Du hast sicher Spiele und andere Programme auf deinem Rechner und dein Desktop ist voller Icons.
Ist nicht schlimm, aber lernen sollte man so nicht.
Erstelle dir ein zweites Benutzerkonto, beschrifte es mit "Studium Lernbereich" Und lasse nur den Browser zu und das Textprogramm.
So kommst du gar nicht erst in Versuchung, zwischendurch zu spielen oder was anderes zu tun.
- 4. Deinen Schreibtisch leer räumen.
Und danach stellst du die wirklich wichtigen Dinge wieder drauf.
Und nicht mehr!
Denn alles andere lenkt ab.
Noch eine kleine Story am Rande:
Mein Zimmer enthielt vor dem Studienstart, obwohl es nicht danach aussah weit über 2000 Gegenstände.
Mittlerweile bin ich bei gerade einmal bei 147.
Und weißt du, welcher Gegenstand als erstes geflogen ist?
Der Fernseher.
Wenn du dir die komplette Geschichte durchlesen willst, empfehle ich dir, diesen Link zu besuchen. ( https://stephans-hobby-und-reparaturecke.blogspot.de/2017/08/ein-wohnungsbrand-ein-fernsehbericht.html )
- 5. Setz dir die Denkkappe auf!
Nein wir sind nicht bei Daniel Düsentrieb oder "Per Anhalter durch die Galaxis" gelandet.
Aber es hat eine besondere psychologische Wirkung, zum Lernen immer ein bestimmtes Kleidungsstück zu tragen oder ein besonderes Utensil bei sich zu haben.
So gibt es bei mir auch das Lern Sweatshirt oder T-Shirt je nach Jahreszeit.
Man setzt sich so quasi eine eigene Hemmschwelle und durch das täglich Ritual sagt sich das Gehirn bald: "So jetzt bin ich wieder dran und es gibt neues Wissen zu verarbeiten."
Was lerne ich jetzt daraus?
Das es viele kleine Kniffe gibt, mit denen sich das Lernen und der Studienalltag wesentlich leichter, komfortabler und trotzdem ertragreicher gestalten lässt.
Bei Fragen lass einen Kommentar und ich versuche zeitnah zu helfen.
Noch ein erfolgreiches Sudium wünscht dir:
Dein Stephan von Stephans Studentenchaos
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